Dieser Roman ist zunächst eine Biografie, die anhand von historischen Ereignissen und Personen das kurze intensive Leben Georg Büchners nachzeichnet und die historischen Fakten durch fiktionale und spielerische Elemente ergänzt. Der Autor "spielt" also mit Büchner: Spiel als Mittel der Erkenntnis. Im Roman nähern sich Büchner fiktive Personen unserer Zeit, indem sie entscheidende Phasen seines Lebens versuchen teils ernst, öfter noch spielerisch heiter nachzuerleben. Diese Personen sind zwar Geschöpfe ihres Autors, haben sich aber auch in ihrer Beschäftigung mit Büchner von ihm emanzipiert. So kann sich der Autor in das Treiben dieser Personen einmischen, mit ihnen diskutieren und ihr Verhalten bewerten. Durch die Protagonisten und den eingreifend mitspielenden Autor entsteht so eine doppelte Brechung der Lebensgeschichte Büchners.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.12.2013
Eingeschlafen ist der Rezensent beim Lesen. Nicht nur schnarchlangweilig ist dieser Entwurf einer trivialen Biografie über Georg Büchner von Hugo Schultz für Martin Maurach. Falsch ist er darüber hinaus. Das kommt davon, erklärt Maurach, wenn man neuere Forschung übergeht, Epochen blind zusammenwirft und sich auch sonst wissenschaftlich scheu benimmt, ohne aber ausreichend Vorstellungskraft zu bemühen, die so entstehende Lücke zu füllen. Wer soll das lesen?, fragt Maurach, der im Buch über Büchner nichts Neues entdecken kann. Dafür viel Schlüssellochspiekerei, Zettelkastenwissen aus den Siebzigern und überflüssige Spekulation über Büchners Intimleben. Peinlich, findet Maurach.
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