Man solle einen Hals wie ein Kamel haben, lautet eine alte arabische Weisheit, damit der Zorn sich auf dem langen Weg nach unten beruhige. Denn das Wort könne den Beginn einer Liebe bedeuten, aber auch den eines Mordes. Nun stehe ich, der Täter, vor vollendeten Tatsachen. Es macht wirklich wenig Sinn, die Mordtat unter dem Deckmantel der Rechtfertigung schönzureden. Mir, der ich bald aus freien Stücken aus dieser Welt scheiden werde, kommt die Aufgabe zu, die wahren Beweggründe offenzulegen.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 10.10.2007
Rezensentin Edith Kresta empfindet diese Buch über den "gestürzten Macho", angesiedelt zwischen Orient und Okzident, zwar ganz und gar nicht als "leichte Kost", doch als durchaus lohnenswerte Lektüre. Das Buch ist in ihren Augen das "spannende Psychogramm" eines entwurzelten Menschen, der zu Selbstreflexion nicht in der Lage ist. Die Stringenz des Romans ist nach Meinung der Rezensentin unter anderem der knappen, "unpathetischen" Sprache von Autor Hussain Al-Mozany geschuldet, die die verstörende, in einem Mordgeständnis kulminierende Geschichte noch zusätzlich verdichte.
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