Aus dem Arabischen von Leila Chammaa. Khalaf Ali Alkhalaf thematisiert die Eskalation der Gewalt in Syrien vom ersten Aufflammen der bewaffneten Auseinandersetzungen bis hin zur Vertreibung großer Teile der Bevölkerung. Doch nicht die Darstellung der chronologischen Abfolge der politischen Ereignisse steht im Vordergrund, vielmehr geht es um die Auswirkungen des Krieges auf die Menschen. Die Welt ist aus den Fugen geraten. Angst, Vertreibung, Heimatlosigkeit, Verlust, Massaker und Tod bestimmen den Alltag.
Auf das Wesentliche reduzierte und fokussierte szenische Situationen und Dialoge spiegeln das Geschehen. Krieg und Tod sind keine abstrakten Größen, sie treten in personifizierter Form als konkret fassbares Gegenüber auf.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.05.2019
Was für ein Land, das solche Dichter ins Exil zwingt, seufzt Rezensentin Angela Schader, die drei neue Lyrikbände syrischer AutorInnen vorstellt: Ramy al-Asheqs "Gedächtnishunde", Khalaf Ali Alkhalafs "Tagebücher eines Krieges" und Lina Atfahs "Buch von der fehlenden Ankunft". In allen dreien geht es - oft mit rabenschwarzem Witz - um den Krieg, das versteht sich. Khalaf Ali Alkhalaf bleibt bei diesem Thema, erzählerisch fast und immer treffend, so Schader. Wenn sie Alkhalaf als den "zugänglichsten" der drei Dichter beschreibt, dann meint sie damit nicht, dass er harmlos ist. Im Gegenteil, sein bitterer Witz scheint Schader sehr beeindruckt zu haben. Krieg, schreibt sie, tritt hier oft als Person auf, als unersättlicher Gast, der erst geht, "wenn er keinen mehr findet, der / ihm die eigene Leiche zum Fraß vorwirft", zitiert sie.
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