Man solle einen Hals wie ein Kamel haben, lautet eine alte arabische Weisheit, damit der Zorn sich auf dem langen Weg nach unten beruhige. Denn das Wort könne den Beginn einer Liebe bedeuten, aber auch den eines Mordes. Nun stehe ich, der Täter, vor vollendeten Tatsachen. Es macht wirklich wenig Sinn, die Mordtat unter dem Deckmantel der Rechtfertigung schönzureden. Mir, der ich bald aus freien Stücken aus dieser Welt scheiden werde, kommt die Aufgabe zu, die wahren Beweggründe offenzulegen.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 10.10.2007
Rezensentin Edith Kresta empfindet diese Buch über den "gestürzten Macho", angesiedelt zwischen Orient und Okzident, zwar ganz und gar nicht als "leichte Kost", doch als durchaus lohnenswerte Lektüre. Das Buch ist in ihren Augen das "spannende Psychogramm" eines entwurzelten Menschen, der zu Selbstreflexion nicht in der Lage ist. Die Stringenz des Romans ist nach Meinung der Rezensentin unter anderem der knappen, "unpathetischen" Sprache von Autor Hussain Al-Mozany geschuldet, die die verstörende, in einem Mordgeständnis kulminierende Geschichte noch zusätzlich verdichte.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…