Führende westdeutsche Militärs, Ingenieure und Zivilverteidiger waren im Kalten Krieg der 1950er- und 1960er-Jahre von einer Idee umgetrieben: Geopolitische Fragen müssen im dreidimensionalen Raum ausgefochten werden! Doch wie wurde diese Idee umgesetzt und was genau bedeutete das für die Bundesrepublik und ihre Bevölkerung?Mit Hilfe der kritischen Sozialtheorie und der Analyse eines weit gefassten Spektrums von Quellen untersucht Ian Klinke insbesondere die zwei komplementären architektonischen Strukturen unter der Erde, die das Leben im Atomkrieg sowohl schützen als auch vernichten sollten: den Atombunker und das taktische Atomwaffenlager. Die Konsequenz daraus ist eine notwendige Neubewertung der Geschichte der Geo- und auch der Biopolitik.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.10.2019
Constantin Goschler liest Ian Klinkes Analogie zwischen NS-Staat und BRD, zwischen KZ und Nuklearbunker, zwischen Kampf um Lebensraum und Suche nach Überlebensraum mit Interesse. Wie der Autor mit Giorgio Agamben assoziativ Kontinuitäten konstruiert, findet Goschler zwar mitunter gewagt, allerdings versichert ihm der Autor, keinen Vergleich anzustreben zwischen Nazi-Genozid und Nuklearkrieg. Dennoch werden die Thesen Goschler letztlich etwas zu bunt, Klinkes Argumentation zu ungenau.
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