Kerstin Hensel lobt hier vor allem die wissenschaftliche, nicht-ideologische Herangehensweise der Ethnologin Merkel an das Thema "Konsumkultur der DDR". Einerseits befasse sich die Autorin in ihrem gut recherchierten Buch mit dem Warenangebot in der DDR und wecke dabei die ein oder andere "gruselig-komische" Erinnerung, andererseits wisse Merkel aber auch die Ursachen für die damalige Warenknappheit anzuführen. So bespricht die Autorin in ihrem Buch sowohl die fehlgeleitete Subventionspolitik, Energie- und Zeitverschwendung wie auch In- und Exportgepflogenheiten. Aber auch geschichtliche Hintergründe und ideologische Debatten bzw. Utopien kommen nicht zu kurz. Im Fazit zeigt sich die Rezensentin jedoch ernüchtert: die Vermutung, dass weniger Revolutionsideale als vielmehr die verlockende Konsumwelt die Menschen 1989 auf die Strasse getrieben hat, werde in Merkels Buch letztlich bestätigt.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…