Es waren bürgerliche und kleinbürgerliche Haushalte ebenso wie die Köche der Adeligen, in deren Töpfe die Wiener Bürger mit Vorliebe schielten. Nicht umsonst wurde die Wiener Küche, deren namentliche Geburtsstunde erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts schlug, einmal als verbürgerlichte Hofküche bzw. verfeinerte Bauernküche bezeichnet. So gibt es das Kaiserschnitzel neben dem Bauernschmaus, und das über Jahrhunderte aristokratische Brathendel neben dem Gulasch, einer Hirten- und Bauernspeise der ungarischen Tiefebene. Das Buch ist nach den Grundlagen der Wiener Küche sowie nach den Mahlzeiten der Wiener gegliedert. Es enthält Rezepte und Kochanleitungen der für die vielfältige Wiener Küche wichtigsten Speisen, deren Kultur- und Entstehungsgeschichte im Buch behandelt wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.09.2018
Rezensent Walter Schübler fühlt sich angesichts dieser Kulturgeschichte der Wiener Küche bemüßigt, die kulinarischen Praktiken Wiens zu verteidigen. Die Autorin versammelt laut ihm zwar etliche Fakten zur Geschichte der Wiener Esskultur, hat diese aber für seinen Geschmack weder logisch geordnet noch präzise wiedergegeben. Sie erhebe die kaiserliche Küche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Maßstab und ignoriere die kulinarischen Entwicklungen der letzten 40 Jahre. So schreibe sie der Wiener Küche einen unverdienten "Nachruf zu Lebzeiten", meint Schübler.
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