Aus dem Englischen von Monika Köpfer. George Harpole ist Mitte dreißig und arbeitet schon eine Weile an der St. Nicholas-Schule, als er auf den Direktorenposten befördert wird. Für ein halbes Jahr soll er die Geschicke der Lehranstalt leiten. Bald stellt er fest: Die eigentliche Herausforderung ist das, was außerhalb des Klassenzimmers passiert. Denn dort gilt es, sich durch ein kompliziertes Beziehungsgefüge zu hangeln. Auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen erweist sich als schwieriger als gedacht. Ganz zu schweigen vom Umgang mit den Eltern. Zum Glück gibt es auch Lichtblicke: Die hübsche Mrs Foxberrow etwa, ihres Zeichens überzeugte Reformpädagogin. Und den ein oder anderen Schüler natürlich …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.12.2019
Jan Wiele empfiehlt J. L. Carrs Satire auf den Schulbetrieb von 1972 allen Lehrern und anderen Interessierten an bürokratischen Hindernissen, Hierarchien, renitenten Eltern und gewerkschaftlich organisierten Hausmeistern. Die Geschichte um einen jungen engagierten Interimsrektor einer englischen Grundschule besticht für Wiele durch die Montageform, die Tagebücher, Briefe und Schülerstimmen integriert, sowie durch die immer wieder durch das Zeitkolorit hindurch aufblitzende Aktualität. Über Integrationsklassen und soziale Benachteiligung wurde auch 1972 schon gestritten, stellt Wiele fest.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.11.2019
Gustav Seibt stört sich nicht an der Patina auf J. L. Carrs erstmals 1971 erschienenem kleinen Schulroman aus der Vor-Thatcher-Ära. Die Kämpfe und Konflikte eines jungen Interimsrektors an einer Provinz-Grundschule vermag ihm der Autor aus eigener Erfahrung lebendig und überzeugend zu vermitteln. Allein die exzentrischen Typen, die den beschränkten Schulkosmos besiedeln, haben es Seibt angetan. Eine menschliche Komödie mit viel Lokalkolorit, meint er, die von Carrs Beobachtungsgabe lebt.
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