Ella ist Anfang vierzig, bildende Künstlerin und Grafikerin. Nach einem epileptischen Anfall, der sie in den Grundfesten erschüttert, trennt sie sich von ihrem Ehemann und zieht überstürzt mit dem gemeinsamen fünfjährigen Sohn Milo aus dem Einfamilienhaus aus
und in eine nahe gelegene große Wohnüberbauung ein. Schicht um Schicht, einer Zwiebel gleich, entledigt sich Ella ihres Lebens.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.01.2017
Martina Läubli findet in Jacqueline Mosers zweitem Roman eine schöne Widerständigkeit gegen eine beschleunigte Welt. Inhalt und Form dieses Protokolls einer Lebenskrise scheinen Läubli geprägt von einer vorurteilsfreien Betrachtung der Dinge, von Langsamkeit, Zurückhaltung, Präzision und dem Meiden von Oberflächen. Statt Drama und Psychologie bietet der Text Beobachtungen und Fragen ohne Antworten, meint Läubli. Komplexität wird durch die von der Autorin angewandte Montagetechnik sichtbar. Stillzuhalten erkennt die Rezensentin als den Anspruch und die Qualität des Textes in einem. Das Buch öffnet ihr einen einladenden Raum der Wahrnehmung und der Meditation.
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