Mit dieser in den Jahren 1953-54 zur Erlangung des Diplôme d'études supérieures verfassten Abhandlung beschreibt Jacques Derrida die "unübertreffbare Genauigkeit" und zugleich das "irreduzible Ungenügen" der husserlschen Philosophie der Genese. In einem nüchternen, beinahe "algebraischen" Stil legt der erst 23-jährige Derrida in den unterschiedlichen Etappen von Husserls phänomenologischer Archäologie eine hier noch von ihm als dialektisch bezeichnete ursprüngliche Synthese der Genese frei. Die in minutiösen Analysen fassbar gemachte Unmöglichkeit, diese Synthese für einen einfachen Anfang der Phänomenologie zu reduzieren, verweist für ihn auf die Endlichkeit des Denkens, das sich ursprünglich mit seiner Existenz vermengt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.2013
Zu lernen vermag er nicht aus, sondern anhand dieser frühen Studie von Jaques Derrida, der arme Rezensent Manfred Sommer. Nämlich, dass sich die Husserl-Rezeption seit Derridas Schrift von 1953 gewandelt hat. Oder wie sich Derridas Denken entwickelt hat, der seine Examensarbeit später vor allem als Dokument verstanden wissen wollte. Davon und von seinem Wert als Husserl-Zitatsammlung abgesehen taugt dem Rezensenten das Buch zu nichts. Nicht als Schlüssel zu Husserls Werk, nicht zur Beantwortung der Frage nach der Genese von Husserls Genesebegriff. Husserls Philosophie betreffend scheint Sommer der Autor ahnungslos zu sein und sich über dessen Darstellungen pseudodialektisch, spekulativ zu spreizen.
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