Aus dem Französischen von Christoph Schuler. Soldaten am Ende ihrer Kräfte, im Schlamm der Schützengräben, die bald ihre Gräber sein werden. Ihr Auftrag: sich gegenseitig abzuschlachten... Die jahrelangen Grabenkämpfe des Ersten Weltkriegs traumatisierten eine ganze Generation.
Rezensent Ralph Trommer schätzt den französischen Zeichner Jacques Tardi als "Altmeister des Antikriegscomics". Entsprechend gespannt nimmt der Kritiker den neuen Band zur Hand, in dem sich Tardi einmal mehr in die Schützengräben Frankreichs während des Ersten Weltkriegs begibt. Trommer folgt dem hier erzählenden Sanitäter Augustin, der ihn, nach der Tötung seines Kollegen selbst schuldbeladen, in Tardi-typischem "Gossenjargon" durch Massenschlachten und Trümmerlandschaften zieht und ihm das Kriegstreiben mit "bitterem Spott" vor Augen führt. Während der Rezensent den anklagenden Blick auf die deutsche Seite ein wenig zu eindimensional findet, bewundert er einmal mehr den kraftvollen Strich und die reduzierte Farbpalette des Zeichners. Die dem Band beiliegende CD mit von Tardi und seiner Frau Dominique Grange eingesungenen und von der Band Accordzeam instrumentierten Antikriegschansons hat dem Kritiker gefallen.
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