Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg muss Kaiser Wilhelm untertauchen und findet Zuflucht bei einer befreundeten Adelsfamilie. Seiner üblichen kaiserlichen Tätigkeiten beraubt, holzt Wilhelm kurzerhand den Wald ab, der das Gut umgibt, derweil die Gastgeberin - mit Gespür für die historische Dimension des Geschehens - das Werk "Der Kaiser im Exil" verfasst. In typischer "Bachmannscher Manier" verwebt "Der Kaiser im Exil" Zitate, historische Überlieferungen und frei Dazuerfundenes zu einer lustvollen und kritischen Parodie des Hochmuts der (ehemals) Mächtigen.
Rezensentin Sophia Zessnik bekommt nicht gerade eine historisch korrekte Version des Kaisers im Exil mit diesem Comic von Jan Brachmann. Die Zeichnungen erscheinen ihr entmenschlichend, tendenziell grafisch. Und dass sich der Autor vor allem für Wilhelms Faible fürs Holzhacken interessiert, schlägt buchstäblich in dieselbe Kerbe. Dass der Ex-Kaiser im niederländischen Schloss Holz hackt, während das zertrümmerte Europa Revolution macht, trägt für Zessnik absurde Züge. Umso verblüffender findet sie den Umstand, dass der Autor Quellen wie die Tagebücher von Wilhelms Vertrauten für seine Darstellung genutzt hat.
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