Herausgegeben vom europäischen Zentrum für Föderalismus-Forschung Tübingen. Die Föderalisierungs-, Regionalisierungs- und Dezentralisierungsprozesse in den Mitgliedsstaaten der EU wie auch unter den Beitrittskandidaten haben in den letzten Jahren spürbar an Dynamik gewonnen. Auch innerhalb der Bundesrepublik ist eine Diskussion um die Zukunft des Bundesstaates entbrannt. Fragen der Territorialgliederung und -organisation kommt daher im vereinten Europa eine immer größere Bedeutung zu. Das Europäische Jahrbuch vermittelt Lesern in Politik und Verwaltung, in Forschung und Lehre sowie europapolitisch Interessierten nun erstmals einen umfassenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen in Wissenschaft und politischer Praxis. Die Herausgeber konnten für das Jahrbuch 2000 über dreißig Experten aus Wissenschaft und Verwaltung gewinnen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.08.2000
Stefan Fröhlich begrüßt das Erscheinen des Bandes ausdrücklich, nicht zuletzt deswegen, wegen der derzeitigen Debatte um den Länderfinanzausgleich und die anstehenden Reformen in föderaler Hinsicht. Bei der Lektüre des Jahrbuchs wird vor allem eines deutlich, wie der Rezensent anmerkt: dass es eine Tendenz der EU-Mitgliedsstaaten zu föderativen Systemen gibt - auch wenn, oder gerade weil die zentralstaatlichen Anliegen zunehmend auf europäischer Ebene abgehandelt werden. In diesem Zusammenhang hebt Fröhlich besonders die Passagen des Bandes hervor, in denen die territorialen Strukturen und die Institutionen der meisten EU-Mitgliedsstaaten näher unter die Lupe genommen werden.
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