Das neue Jahrbuch Menschenrechte 2008 thematisiert zeitgenössische Formen der Sklaverei. Trotz eines weltweit gültigen Sklavereiverbotes werden auch heute noch Millionen Menschen versklavt oder befinden sich in sklavereiähnlichen Verhältnissen. Zwangsarbeit, wie in chinesischen Lagern, Schuldknechtschaft, insbesondere von Kindern in Indien, ausbeuterische Beschäftigung von Haushaltshilfen überall auf unserem Globus, Menschenhandel sowie insbesondere Sexsklavinnen und -sklaven sind einige besonders drängende Themen. Dabei betrifft die "moderne" Sklaverei keineswegs nur Regionen der sogenannten Dritten Welt. Auch in Deutschland - wie in ganz Europa - ist diese elementare Menschenrechtsverletzung nicht selten. Das Jahrbuch Menschenrechte 2008 setzt sich mit diesen und weiteren Themen auseinander und will damit zum Kampf für die Beseitigung der Sklaverei beitragen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2008
An der Relevanz des Bandes und seines Schwerpunktes "Sklaverei heute" hat Andreas Eckert keinen Zweifel. Keineswegs, schreibt er, handelt es sich bei der Sklaverei um ein Phänomen der Vergangenheit oder bloß einen Gegenstand von Erinnerungspolitik. Die elf Beiträger haben Eckert vor Augen geführt, dass es sich vielmehr um harsche Realität handelt. Konkret im Sudan und in Mauretanien, aber auch in Form von Menschenhandel oder in der Grauzone ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse. Was Eckert dazu erfährt, erscheint ihm bei aller Unterschiedlichkeit der Qualität der versammelten Texte informativ und gewährt ihm einen Blick auf gegenwärtige Ausprägungen der Sklaverei, die, wie er zu bedenken gibt, heute weitgehend im Dunkeln ablaufen.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…