Herausgegeben auf Veranlassung der Deutschen Schillergesellschaft Marbach am Neckar von Eduard Behrend und Winfried Feifel. Die historisch-kritische Ausgabe des Gesamtwerks von Jean-Paul hat inzwischen 27 Bände. 18 Bände in der 1. Abteilung umfassen die Werke, die zu Lebzeiten des Dichters erschienen sind. Die 9 Bände der - noch nicht abgeschlossenen - 2. Abteilung umfassen den Nachlass Jean Pauls. Der hier besprochene Band 7 der 2. Abteilung enthält "Philosophische, ästhetische und politische Untersuchungen".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Jean Paul muss ein Lieblingsautor von Henning Ritter sein - so genau und durchdacht präsentiert er in seiner Rezension Jean Pauls unsystematisches Denken. Jean Paul sei ein Selbstdenker, ein Moralist im Sinne Montaignes oder La Rochefoucaulds und ein Vorläufer Nietzsches, ohne wie dieser den intellektuellen Skandal zu suchen. Seine "Einfälle" und verstreuten Notizen seien nicht als Aphorismen aufzufassen, die einem Gedanken eine gültige Form geben, sondern eher als Bruchstücke, die wirken, als wären sie aus einem größeren Entwurf herausgenommen. Mit dem Band sei die Erschließung des ungeheuren Nachlasses von Jean Paul ein gehöriges Stück vorangekommen.
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