"Dieses Buch ist kein Buch über Auschwitz. Da gibt es schon viele eindrucksvolle Berichte. Dieses Buch bringt die Weisheit eines Menschen zur Sprache, der Entsetzliches erlebt hat, aber darunter nicht zerbrochen ist. Bevor einer seiner Lehrer nach Auschwitz deportiert wurde, erzählte er seinen Schülern davon, dass es in jedem Menschen einen unauslöschlichen Funken gebe. An diesen Funken erinnerte Jehuda Bacon sich, als er selbst nach Auschwitz kam. Und diesen Funken hat er in seinem Leben durch seine ganze Existenz zum Leuchten gebracht." Im Gespräch mit Manfred Lütz erzählt Jehuda Bacon auf berührende Weise erstmals ausführlich über seine Erlebnisse im KZ und lässt uns teilhaben an den eindrucksvollen Konsequenzen, die er daraus gezogen hat.
Barbara Möller hatte geglaubt, dass alles über die Vernichtungslager geschrieben wäre. Mit Jehuda Bacons unter Mitarbeit des Psychiaters Manfred Lütz entstandenem Gesprächsband wird sie eines Besseren belehrt. Bequem ist die Lektüre für Möller nicht. Schon weil der Auschwitz-Überlebende Bacon an den göttlichen Funken im Menschen glaubt, noch beim schlimmsten SS-Mann, und weil er im nüchternsten Ton vom Leben und Sterben im Lager berichtet. Für Möller ein unglaubliches Buch, das auf die Frage, wo Gott in Auschwitz gewesen sei, eine überraschende Antwort gibt.
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