Aus dem Polnischen übersetzt von Albrecht Lempp. Der Autor hat einen Trinker- und einen Liebesroman geschrieben, und die Persiflage von beiden noch dazu. Es ist ihm gelungen, die souveräne Verzweiflung und das hellwache Delirium seines Helden in ein sprachliches Dauergelage zu verwandeln.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.02.2003
Offensichtlich eindrucksvoll findet Stefanie Peter diesen Roman des Polen Jerzy Pilch, bei dem es vor allem ums Trinken geht. Zwar sind Trinkerromane hierzulande zugunsten anderer Drogen etwas aus der Mode geraten, doch das gilt nicht für Polen und einige andere Länder, bemerkt die Rezensentin. Die Geschichte hat ihrer Auffassung nach "keinen nacherzählbaren Plot". Dafür funktioniert sie aber als "Gefühlstagebuch", das die Routine eines Trinkeralltags anschaulich einfängt. Auch die Liebesgeschichte, die der ihrer Meinung nach ziemlich autobiografisch motivierte Ich-Erzähler durchlebt, "liest sich nicht ohne Rührung". Lediglich die Qualität der Übersetzung findet Peter schwankend. Es gibt zwar gelungene Kapitel, doch an anderen Stellen ist sie "etwas blutarm geraten" und gelegentlich wird bedauerlicherweise "Doppelsinniges vereindeutigt".
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