Ein Buch mit 57 Zeichnungen, Collagen und Plattencover 1995 - 2018 von Jo Zimmermann und einem Text von Jan St. Werner (Mouse on Mars). Jo Zimmermann ist nicht nur Musiker sondern auch Zeichner. Seine schematischen, akribisch ausgearbeiteten Zeichnungen fungieren als Erklärsysteme, die lustig erscheinen, aber gleichzeitig komplex verschlüsselt sind.Eindrücke werden in Jo Zimmermanns Verarbeitungsmaschine (Hirn, Darm, Leber und diverse andere Organe) zwischengespeichert und sukzessive ausgewertet, mit enormer katalytischer Energiezu- und abfuhr. Jo Zimmermann gibt Formeln von sich, zum Teil abstrakt, zum Teil explizit, die in der Zimmermannschen Eigenwelt verdaut und in der hiesigen Realität ausgespuckt werden.
Rezensent Julian Weber schließt sich dem Urteil des Musikers Jan St. Werner an: Jo Zimmermanns Zeichnungen "beugen einer Realitätsverstopfung vor", verspricht er. Die Tuschebilder des Illustrators, der auch als der Musiker Schlammpeitziger bekannt ist, präsentieren Fabelwesen, deren aberwitzige Extremitäten die Schwerkraft außer Kraft zu setzen scheinen, beschreibt der Kritiker die Zeichnungen. Dabei spielt Zimmermann ihm zufolge immer wieder auf popkulturelle Monstrositäten an, die in unseren Medien aufploppen. Die Werke führen aber nicht nur die Absurdität unserer Trends vor Augen, sondern lassen sich auch als Versuche verstehen, elektronische Musik bildlich erfahrbar zu machen, so Weber.
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