poetische reflexionen, die beim betrachten von graphischen blätter von henri matisse entstanden sind, abgerundet wird
das buch mit dem essay von markus müller
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2018
Rose-Maria Gropp nennt die Prosastücke, die Botho Strauß den im Band fein reproduizierten Zeichnungen und Grafiken von Henri Matisse zur Seite stellt, anspielungsreich, freischwebend, individuell. Die Aufmerksamkeit, die Strauß den Schnitten und Lithografien entgegenbringt, scheint Gropp bemerkenswert, ob daraus bei Strauß nun eine kurze Bemerkung wird, eine Etüde über künstlerisches Schaffen und die conditio humana oder er sich in den Zeichner hineinzuversetzen versucht. Ein Buch für Liebhaber, so Gropp.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.12.2018
Als Glücksfall bezeichnet Peter Iden diesen Band mit einer Auswahl von Drucken des Künstlers Henri Matisse, die erst vor drei Jahren entdeckt wurden. Die Reproduktion der zwischen 1934 und 1948 entstandenen Werke, laut Iden reduzierte, wenngleich äußerst sinnliche Darstellungen von Gesichtern und Körpern, scheint dem Rezensenten Matisses schwungvolle Linienführung gut wiederzugeben. Markus Müllers im Band enthaltener Text zur Liniensprache sowie die lose dem Bild beigefügten Gedanken von Botho Strauß umkreisen das Werk für Iden, ohne es zu fixieren. Vor allem Strauß, meint er, wiederholt im Text die Freiheit des Künstlers als Behauptung und beeindruckt zugleich mit pointierter Folgerichtigkeit, die den Bildraum assoziativ erweitern.
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