Joachim Köhler beschäftigt sich mit Nietzsche seit über dreißig Jahren. 1989 veröffentlichte er die Nietzsche-Biografie Zarathustras Geheimnis, die wie seine anderen Bücher in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde, 1996 erschien seine Monografie Friedrich Nietzsche und Cosima Wagner, in der er die Entstehung der Bayreuther Weltanschauung untersuchte. Einst Idol des Fin de Siecle und des Nationalsozialismus wird Nietzsche heute als Bahnbrecher der Moderne gefeiert. Köhler befreit den meist- diskutierten Philosophen unserer Zeit von überkommenen Vorstellungen und Verklärungen, beleuchtet sein Verhältnis zu Frauen und seinen Wahnsinn.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.09.2001
Der schmale Band erscheint dem mit "rox." zeichnenden Rezensenten als "kleine Nachschrift" zum gerade vergangenen Nietzsche-Jubiläumsjahr. Er weist auf die Vogel-Metaphorik des Autors hin, der Nietzsche als "Paradiesvogel der deutschen Geistesgeschichte" bezeichnet, zitiert sie ausgiebig, hat aber keine Meinung dazu. Inhaltlich geht es dem Autor, erfährt man, um die Auslotung des "seelischen Innenraums" Nietzsches, ob es gelingt, das sagt uns der Rezensent nicht. Sympathie jedoch äußert er zum Schluss für das "Hauptanliegen" Köhlers, den Philosophen aus den Klauen der "Kleingeister" unter seinen Interpreten zu befreien.
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