Herausgegeben von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Mazzino Montinari nannte "Die Geburt der Tragödie" "Nietzsches schwierigstes Werk". Es greift auf antike Traditionen zurück und orientiert sich weltanschaulich an Schopenhauer und Wagner, dessen 'Musikdrama' Nietzsche als "Wiedergeburt der Tragödie" darstellt. Bei Nietzsche selbst und in der Kulturkritik wirkte vor allem das Konzept des Dionysischen nach. Gegen die Décadence gerichtet, wurde es zum Ideogramm eines rauschhaften Lebenskults.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2013
Die beiden nun von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften vorgelegten Bände des historischen kritischen Kommentars zu Friedrich Nietzsches Werk überzeugen den kritischen und man darf wohl sagen: berufenen Leser Ludger Lütkehaus bis auf eine Kleinigkeit: Der Rezensent wünscht sich Nachsicht mit Nietzsche, weniger Strenge, wenn die Autoren des Kommentars sich dezidiert quellenorientiert historisch und problemgeschichtlich kontextualisierend dessen Werk (und weniger den Nachlass) vornehmen. Dass die Wirkungsgeschichte darüber zurücktreten muss, geht für Lütkehaus in Ordnung, der die Erläuterung von Schlüsselbegriffen und Kernpartien der "Geburt der Tragödie" etwa für eine enorme wissenschaftliche Leistung hält. Nietzsche "denkerischen Extremismus" vorzuwerfen, wie es der Kommentator zu "Der Fall Wagner" macht, findet Lütkehaus hingegen entbehrlich.
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