C.H. Beck Verlag, München 2026
ISBN
9783406830594 Gebunden, 877 Seiten, 38,00
EUR
Klappentext
Das 1876 von Fritz Henkel gegründete Unternehmen Henkel ist ein Kind des frühen Deutschen Kaiserreichs. Der steigende Lebensstandard der Bevölkerung erhöhte die Nachfrage nach Konsumgütern des täglichen Bedarfs, die das Unternehmen mit seinem schnell wachsenden Waschmittelgeschäft bedienen konnte. 1907 kam das geradezu revolutionäre Waschmittel Persil auf den Markt, das bis heute wohl die bekannteste Marke von Henkel ist. Joachim Scholtyseck fragt nach den Erfolgsfaktoren, die aus dem Start-up ein florierendes Familienunternehmen machten, arbeitet die Rolle der Firma im "Dritten Reich" auf und zeigt, wie Henkel ein "Global Player" wurde, der heute mit seinen Marken, Innovationen und Technologien nicht nur im Konsumenten-, sondern auch im Industriegeschäft erfolgreich tätig ist. Persil, Pril, Schwarzkopf, Pritt oder Loctite - viele Marken, die zum Unternehmenskosmos von Henkel gehören, sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Alltagslebens. Nur wenigen jedoch dürfte die vielschichtige und wandlungsreiche Geschichte bekannt sein, die sich hinter dem Namen Henkel verbirgt. Wie gelang es, dass sich Henkel vom Waschmittelhersteller zum Weltkonzern wandelte, der heute nicht nur im Konsumentengeschäft starke Marktposition hat, sondern im Bereich Klebstoffe weltweit zum Marktführer aufgestiegen ist?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2026
Rezensentin Ulla Fölsing hat ganz offenbar Freude mit der Firmenbiografie über das Familienunternehmen Henkel aus der Feder des Historikers und Firmenbiografie-Kenners Joachim Scholtyseck. Gelungen scheint ihr das umfangreiche Werk mit seinen vier Teilen nicht zuletzt wegen seiner Lesbarkeit. Einen langen Atem benötigt der Leser dennoch, warnt sie. Der Autor taucht tief ein in die Entwicklung des Konzerns, Schlaue und weniger schlaue Entscheidungen, Erfolgs- und Schreckensjahre, aus denen der Konzern letztlich erfolgreich hervorging. Fölsing achtet auf die Behandlung der Jahre des Nationalsozialismus und stellt fest: Über "Arisierungen", Zwangsarbeit und Göring-Kontakte schreibt der Autor kritisch, wenngleich seine Bewunderung für den Aufstieg der Firma unübersehbar ist.
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