Welcher Extremismus passt zu mir? Eine Frage, die sich jeder radikalisierungswillige junge Mensch sicherlich schon oft gestellt hat. Doch die Lage ist unübersichtlich. Während hierzulande johlende Volksidioten mit allerlei Fahnenfirlefanz und empathischen Minderleistungen unterhalb des sozialen Gefrierbrandes zu einem Leben in intellektueller Askese aufrufen, versuchen andernorts anonyme Apokalyptiker die Menschheit zurück in ihre Frühgeschichte zu bomben.
Zum Glück bringt der Satiriker Jörg Schneider einmal mehr Licht ins Dunkel. Denn selbst im Nationalsozialismus war ja nicht alles schlecht. Immerhin hat der Führer am Ende auch Hitler erschossen.
Mit Gastbeiträgen von Holm Gero Hümmler, Carmen Richter, Sahel Schäfer, Sebastian Schmalz und Katja Thorwarth.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.05.2017
Patrick Schlereth muss schmunzeln, wenn er liest, wie der Ex-Titanic-Autor Jörg Schneider in seiner "Fettnäpfchensammlung" rechte Extremisten mit ihren eigenen Waffen schlägt. Wenn Schneider sein ABC der Volksverhetzung runterbetet und zwischen rechtem und religiösem Fanatismus Parallelen feststellt, fühlt sich der Rezensent gut informiert in Sachen Extremismus. Mit diesem Buch, ein bisschen Spucke und verschwörungstheoretischer Neigung wird noch der friedlichste Leser zum Nazi, versichert Schlereth.
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