Mit über 200 farbigen Abbildungen und einem Essay Hans H. Usadel. Dieses prachtvoll ausgestattete Buch schreibt die Geschichte eines ungewöhnlichen Erfolgs: Es leuchtet Lafers Welt aus, seine Lebensart, seinen Lebensstil. Es zeigt den begnadeten Küchenkünstler bei der Arbeit und führt in großer Fotografie und mit kompetenter Erläuterung die herrlichsten Kreationen samt ihrer Rezepte vor. Der Mann, über dessen Restaurant "Le Val d?Or" auf der romantischen Stromburg im Hunsrück seit vielen Jahren zwei Sterne strahlen, sorgt eben nicht nur dafür, dass Gourmets aus aller Welt und prominenten Genießern vor seinen Kreationen das Wasser im Munde zusammenläuft: Er ist auch einem nach Millionen zählenden Publikum vertraut als Fernsehkoch und populärer Entertainer am Herd. Das Buch lenkt den Blick auf den konzentrierten Organisator strahlender Staatsbankette wie auf den empfindsamen Individualisten, der auch in der Einsamkeit seine Inspiration sucht und findet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.11.2000
In einer Doppelrezension bespricht Monica Weber-Nau zwei Kochbücher des renommierten "Star- und Fernsehkochs" Johann Lafer.
1.) Johann Lafer: "Lebenslust und Tafelfreuden" (DuMont)
Die Rezensentin deutet in ihrer Besprechung an, dass dieses Buch nicht für Leute wie sie gemacht ist. Nicht nur, dass man als Hobbykoch über einige Vorkenntnisse verfügen müsse, um die Gerichte nachkochen zu können. Auch die Materialbeschaffung dürfte ihrer Meinung nach die meisten Leute vor unlösbare Probleme stellen - abgesehen von dem erheblichen Zeitaufwand, den das Nachkochen erfordert. Als reines Kochbuch ist der Band daher, wie sie anmerkt, nur bedingt nützlich. Vielmehr handele es sich bei diesem Band um eine "Biografie (Lafers) und PR-Show in einem", die eher für Lafer-Fans interessant sein dürfte. Außerdem moniert Diefenbach, dass Lafer das Buch zu Werbeauftritten für "Küchenhersteller und Kochtopffabrikanten" nutzt. Die Fotos von Wolfgang Wesener jedoch gefallen ihr ausgesprochen gut: "Ästhetik pur", schwärmt die Rezensentin.
2.) Johann Lafer: "Meine Leibspeisen aus Österreich" (Haymon)
Von weitaus größerem praktischen Nutzen sei dieses Österreich-Kochbuch Lafers, findet die Rezensentin. Der Arbeitsaufwand halte sich in Grenzen und überhaupt findet sie die Rezepte verhältnismäßig gut "nachvollziehbar", so dass man beim Kochen nicht gleich die "Lust an der Zubereitung" verliert. Auch die Gliederung und die Weinempfehlungen zu jedem Rezept weiß sie durchaus zu schätzen.
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