Aus dem Englischen von Gottfried Röckelein. Ein Greis blickt zurück auf sein Leben. Es beginnt vor dem Ersten Weltkrieg, als ein junger britischer Komiker nach Amerika fährt. Auf der Bühne hat er wenig Glück. Aber dann dreht er in einem Dorf namens Hollywood seinen ersten Film. Wenige Jahre später ist er ein Weltstar, zusammen mit seinem besten Freund. Die beiden werden bis zu Ollies Tod untrennbar sein, danach wird er nie mehr einen Film drehen, sondern bis zuletzt Dialoge für Ollie und sich schreiben. Dieses Leben erzählt Connolly vor der faszinierenden Kulisse der Traumfabrik, die so voller Glanz und Schatten war.
Rezensentin Tanya Lieske widmet John Connollys "Stan" eine zitatreiche Rezension, die in ihrer Länge und Ausführlichkeit wohl in einem ähnlichen Verhältnis zu Connollys Roman steht wie dieser zum Leben seiner Figur Stan Laurel. Wie sich Connolly nach Aussage der Rezensentin um Vollständigkeit bemüht und dabei so viele Daten und Fakten anhäuft, dass dem Leser manchmal fast die Puste ausgeht, so versucht offenbar auch Lieske jeden Aspekt des Romans zu untersuchen und so viel wie möglich vom Inhalt wiederzugeben. Dieser Inhalt ist das Leben des Komikers Stan Laurel und seine Zusammenarbeit und treue Freundschaft mit Filmpartner Oliver Hardy. Mit Urteilen und Spekulationen hält sich der Autor weitgehend zurück und versucht seinem Erzähler und Gegenstand doch so nah wie möglich zu kommen. So entsteht ein ständiges Hin und Her zwischen Nähe und Distanz, erklärt die Rezensentin. Wer sich auf dieses Schwanken einlassen kann und genug Geduld aufbringt, wird das Zentrum dieses Roman erreichen und erkennen, dass dieses Buch nicht nur ein Loblied auf die beiden Künstler ist, sondern auch "eine Hommage an die Freundschaft" , verspricht die überzeugte Rezensentin.
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