Dieser Mann schreckt vor nichts zurück. Bei der Verfolgung seiner Ziele geht Wladimir Putin über Leichen, und das nicht erst seit dem Überfall auf die Ukraine. John Sweeney, investigativer Journalist und seit vielen Jahren auf der Spur von Putins Verbrechen, legt die Beweise vor: Schon bei seinem unheimlichen Aufstieg vom Stasi-Mann in Dresden zum unumschränkten Herrscher im Kreml ging Putin mit erbarmungsloser Konsequenz vor, ließ Oppositionelle ausschalten, provozierte Kriege und überzog Russland mit einem Netzwerk der Korruption. Sein Ziel: die Festigung seiner Macht, persönliche Bereicherung, Russlands Wiederaufstieg zur Weltmacht. Mit kriminalistischer Akribie hat Sweeney vor Ort recherchiert - in Moskau, Tschetschenien, in der Ukraine während des Krieges -, hat mit Zeugen und Experten gesprochen, mit Dissidenten und Ex-KGBlern, mit Handlangern des Systems Putin, mit Kritikern, von denen zu viele für ihre Haltung sterben mussten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2022
I told you so!, klingt es Rezensentin Viola Schenz aus John Sweeneys Buch entgegen, und sie kann nur sagen: Stimmt. Sie kennt den britischen Autor als unerschrockenen und hartnäckigen Journalisten, der in seinem Buch über Wladimir Putin den Aufstieg des Geheimdienstlers zum Kremlherrscher nachzeichnet. Sweeney erinnert die Rezensentin an die Ermordung von Kritikern wie Anna Politkowksja oder Boris Nemzow, an die Anschläge auf die Moskauer Wohnblock, für die Sweeney Putin verantwortlich macht, aber auch an den Abschuss der Boeing MH117 oder die blutig beendete Geiselnahme von Beslan. Sweeney zeichnet ein Bild von Putin in einer Mischung aus "Perfidie und Grausamkeit". Stimmt, meint die Rezensentin.
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