Judith End ist eine junge, alleinerziehende Mutter, mitten im Studium, als sie in ihrer Brust einen Knoten ertastet und ihre Welt aus den Fugen gerät. Eben noch war sie dabei, sich frisch zu verlieben, jetzt quält sie sich mit der Frage, bei wem ihre Tochter Paula aufwachsen soll, falls sie sterben sollte. Operation folgt auf Operation, Chemo- und Strahlentherapie schließen sich an. Und sie lernt trotzig auf ihr Examen und legt die Prüfungen ab. Am Schluss der Prozedur hat sie beides: Hoffnung, den Krebs überwunden zu haben, und ein Einserexamen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2010
Dies ist kein Mutmachbuch, warnt (oder entwarnt?) Sarah Elsing. Der drohende Krebstod der Autorin, 25-jährig, Mutter und voller Pläne, tritt ihr hier ungeschönt entgegen: Schwäche, Verzweiflung, Angst, das ganze Programm. Und sieht Elsing die Selbstironie der jungen Frau über das Selbstmitleid triumphieren, sieht sie neue Freuden kennen lernen und sogar ihr Examen machen. Vor allem aber wird Elsing Zeugin feinsinniger Gedanken, in einer vielfältigen Sprache und ohne esoterische Momente aufgeschrieben von Judith End.
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