Der deutsche Fernsehpastor liest George W. Bush die Leviten. Die Hauptvorwürfe in Jürgen Flieges Streitschrift sind: George Walker Bush vergiftet den Glauben. Der mächtigste Mann der Welt missbraucht die Bibel für Kriegstreiberei. Bushs eigene Sprache entlarvt seine fundamentalistische Einstellung. In der wortmächtigen Tradition Martin Luthers schlägt Fliege den frömmelnden Präsidenten mit seiner eigenen Waffe: der Bibel.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.07.2003
Matthias Schreiber kann dem Buch, das der Fernsehpastor Jürgen Fliege aus Anlass des Irak-Krieges geschrieben hat und das sich gegen den amerikanischen Präsidenten George Busch wendet, nichts abgewinnen. Auf ihn wirkt der Vergleich des Klappentextes mit Martin Luthers Schriften gegen den Bischof von Rom wie blanker Hohn. Statt Luthers "rhetorischer Brillanz" hat er lediglich "rhetorische Fragen" gefunden, die er zudem als veraltetes Stilmittel der 68er geißelt. Schreiber ärgert sich über argumentative "Plattheiten" und wirft dem Autor "Moralismus" vor. Dass Fliege dann auch noch Bush mit Adolf Hitler vergleicht, erbost den Rezensenten besonders, weil er die "Singularität der Judenverfolgung" im Nationalsozialismus geopfert sieht, um den Umsatz anzuheizen. Eine glatte "Bruchlandung" urteilt der Rezensent kategorisch über dieses Buch.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…