Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2001
Nicht nur war Jean Paul ein offensichtlich gewaltiger (mit Beethoven verglichener) Klavier-Improvisateur, nicht nur bezog sich Richard Wagner auf ihn, auch seine Texte lassen sich als nach musikalischen Prinzipien verfasste lesen. Das jedenfalls versucht Julia Cloot in ihrer Untersuchung zu zeigen - und die Ergebnisse, zu denen sie gelangt, sind nach Meinung des Rezensenten Dieter Borchmeyer sehr überzeugend. Die Landschaftsbilder des Autors werden in ihrer Interpretation als "in Naturbildern erlebte Musik" kenntlich. Cloots Ausführungen zum Verhältnis von "Landschaft, Seele und Musik" zählt Borchmeyer zu den gewichtigsten Beiträgen zur neueren Jean-Paul-Forschung, auch die Modellinterpretationen zu mehreren Romanen des Autors findet er exzellent. Nur ein Wermutstropfen fällt in die Rezensentenbegeisterung: der außerordentlich hohe Preis des Buches.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…