Halina studiert Geschichte und arbeitet im Buchkiosk am Zürcher Flughafen. Im Transitbereich beobachtet sie die Schikanen der Vorgesetzten und die Solidarität unter Angestellten. Mit Freunden aus der Akademikerwelt besucht sie Konzerte, Partys und Vernissagen. Doch nirgends fühlt sie sich ganz zugehörig, überall entdeckt sie Absurditäten im scheinbar Normalen. Und auch in der Liebe läuft so einiges aus dem Ruder, dabei fängt es so gut an mit Elias, dem charmanten Archäologen und perfekten Schwiegersohn.
Julia Kohlis vermittelt sie das Lebensgefühl einer Generation zwischen Coolness und Verlorenheit, zwischen Ironie und Intimität.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.04.2019
Rezensent Paul Jandl hat diebische Freude an diesem Debütroman der Zürcherin Julia Kohli. Sehr zeitgeistig findet der Kritiker die Satire, in der ihm Kohli von der 27jährigen Halina erzählt, die zwischen plätscherndem Studium, Aushilfsjob und schlechtem Sex auf Partys rumhängt, Tofu und Thai-Curry isst, Netflix schaut und über Feminismus plaudert. So treffend und "lakonisch ungeschminkt" hat der Kritiker die "schale Leere" zwischen den Menschen selten geschildert bekommen.
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