Übersetzt aus dem Englischen von Sabine Reinhardus. Viele Menschen fühlen sich zu mehr als einem Geschlecht hingezogen. Und trotzdem bekennt sich kaum jemand dazu. Julia Shaw widmet sich in ihrem neuen Buch der größten sexuellen Minderheit - bisexuellen Menschen. Sie macht Bisexualität in Geschichte, Kultur und Wissenschaft sichtbar und zeigt anhand ihrer eigenen Identitätssuche, warum Bisexualität nach wie vor gesellschaftlich im Schatten steht. Dabei geht sie von Fragen aus, die sie selbst bewegen: Woher kommt unser Verständnis von Bisexualität? Warum ist es nach wie vor so schwer, sich zu outen? Julia Shaw beantwortet die Frage, wie sexuelle Identität entsteht, neu. Und sie zeigt, warum vielfältige Liebe endlich mehr Raum erhalten muss.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.05.2022
Wer sich dabei ertappe, erstaunt darüber zu sein, wie "faktengesättigt" es in Julia Shaws Buch um Bisexualität zugeht, befindet sich schon im Kern des Problems, meint Rezensentin Susanne Billig. Denn um die Diskriminierung, die bisexuelle Menschen immer noch vermehrt erfahren, und zwar von lesbischer, schwuler und heterosexueller Seite, so die Kritikerin, geht es im Buch der promovierten Psychologin und Expertin für Queer History. "Eindringlich" und mit Blick auf Sexualwissenschaften und Evolutionsbiologie beschreibe Shaw etwa, wie bisexuelle Männer während der Aids-Krise besonders stark stigmatisiert wurden, oder belegt mit Statistiken, dass bisexuelle Frauen die am häufigsten von häuslicher Gewalt betroffene Gruppe darstellen, staunt Billig. "Erfreulich" findet sie, dass das Buch über die Anklage hinausgehe und etwa auch auf das Glücksgefühl eingehe, das bisexuelle Menschen aus ihrem Spielraum ziehen. Höchst verdienstvoll, dass dieses Buch auf diese immer noch klaffende "Lücke" im Diskurs um sexuelle Freiheit hinweise, schließt Billig.
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