Julian Nida-Rümelin, Nathalie Weidenfeld

Digitaler Humanismus

Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz
Cover: Digitaler Humanismus
Piper Verlag, München 2018
ISBN 9783492058377
Gebunden, 224 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Autonomer Individualverkehr und Pflege-Roboter, softwaregesteuerte Kundenkorrespondenz und Social Media, Big-Data-Ökonomie und Clever-Bots, Industrie 4.0: Die Digitalisierung hat gewaltige ökonomische, aber auch kulturelle und ethische Wirkungen. In Form eines Brückenschlags zwischen Philosophie und Science-Fiction entwickelt dieses Buch die philosophischen Grundlagen eines Digitalen Humanismus, für den die Unterscheidung zwischen menschlichem Denken, Empfinden und Handeln einerseits und softwaregesteuerten, algorithmischen Prozessen andererseits zentral ist. Eine Alternative zur Silicon-Valley-Ideologie, für die künstliche Intelligenz zum Religionsersatz zu werden droht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2018

Nicht hilfreich in der Diskussion um KI findet Alexander Armbruster das Buch von Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld. Für ihn warnen die Autoren an der technischen Wirklichkeit vorbei, wenn sie mit der Zukunft von Mensch und Maschine verbundene Hoffnungen und Ängste schüren und für einen digitalen Humanismus trommeln. Armbruster kennt eher vorsichtig prognostizierende Wissenschaftler auf dem Gebiet der KI, keine rücksichtslosen Ideologen. Dass die Autoren für die Grenzen der KI, wie sie die Forschung selbst einräumt, blind zu sein scheinen, gefällt Armbruster nicht. Ihre Warnung vor einem mechanistischen Menschenbild kann er nicht nachvollziehen.
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