Die Theorie der Kunst steht heute vor enormen Herausforderungen. Die Grenzen zwischen den Künsten sind ebenso porös geworden wie die zwischen Kunst und Nichtkunst. Was aber definiert die Kunst, wenn sie nicht mehr zwingend durch die alten Gattungen definiert wird? Wie lässt sich dann überhaupt noch sinnvoll zwischen Werken vergleichen, wie über ihre Qualität urteilen? Und was heißt das alles für die Geschichte der Kunst? Was folgt aus der Destabilisierung der Grenze zwischen Kunst und Wirklichkeit für die Kunst und was für die Wirklichkeit? Gibt es in dieser Situation noch so etwas wie eine spezifische Politik der Kunst, und wenn ja, wie wäre sie zu denken? In dieser Einführung stellt Juliane Rebentisch die für die gegenwärtige Diskussion dieser Grundsatzfragen maßgeblichen Ansätze vor.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.05.2014
Mit hoher Anerkennung bedenkt Peter Geimer diese Einführung in die "Theorien der Gegenwartskunst" von Juliane Rebentisch. Im Mittelpunkt sieht er die Frage nach dem spezifisch Zeitgenössischen der Gegenwartkunst, er attestiert der Philosophin hierbei eine kluge normative Position, die an der ästhetischen Autonomie der Kunst festhält, und eine klare Darlegung ihrer Prämissen. Über die Thesen Rebenichs hinaus findet Geimer in dem Band auch eine bündige Darstellung der wichtigsten kunsttheoretischen Positionen von Adorno über Eco bis zu Lyotard und Rancière. Sein Fazit: eine hellsichtige Studie, die jeder der sich für die Diskussion um die Gegenwartskunst interessiert, gelesen haben sollte.
Rezensentin Christiane Müller-Lobeck schätzt Juliane Rebentischs Einführung in die "Theorien der Gegenwartskunst" als kluge Auseinandersetzung mit den ästhetischen Debatten der letzten 50 Jahre. Sie hebt hervor, dass sich die Autorin nicht wirklich auf "Einsteigerniveau" bewegt, sondern durchaus einem höheren Anspruch gerecht wird, wenn sie das Wechselspiel von Kunst und ästhetischer Theorie erläutert, um die Gegenwartskunst schließlich als "kritische Selbstüberschreitung der Moderne" zu konzeptualisieren. Deutlich wird für Müller-Lobeck eine stärkere rezeptionsästhetische Ausrichtung in der Gegenwart in Gestalt der "erfahrungstheoretischen Wende", die die Autorin mit hohem dialektischen Aufwand begründet.
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