Aus dem Kroatischen von Barbara Antkowiak. Julijana Matanovics kunstvolle, aufrichtige Prosa über ihre Kindheit und Jugend in Kroatien ist ein Koffer voller Geschichten, die sich auch mit der Geschichte berühren. Sie erzählt vom Heranwachsen eines Mädchens in einem Land, in dem es die Schönheit stets zu erfinden galt, weil es sie im Außen nicht gab.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.10.2000
Peter Kultzen ist sehr angetan von diesem autobiografischen Roman der kroatischen Autorin, der seiner Ansicht nach zwar nicht den `gedanklichen Tiefgang` eines Walter Benjamin vorzuweisen hat, dafür aber durch `ungeheuren Charme` überzeugt. Dabei fühlt er sich durch die lockere Form des Buches durchaus an Benjamin erinnert, denn die Autorin bewahrt die Lebenswelt der sechziger und siebziger Jahre mit ihren `Erinnerungspuzzles` vor dem Verschwinden und tut das `wunderbar unsentimental`. Die Übersetzerin findet ebenso die begeisterte Zustimmung des Rezensenten, der auch nachfolgenden Schriftstellern eine derart `engagierte und entdeckungsfreudige Vermittlerin` wünscht.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…