June Newton

Mrs. Newton

June Newton a.k.a. Alice Springs
Cover: Mrs. Newton
Taschen Verlag, Köln 2004
ISBN 9783822830574
Gebunden, 256 Seiten, 29,99 EUR

Klappentext

The photographs by and of Springs featured throughout the book - a wonderful contemporary mix of personal snapshots and professional portraits of creative figures including Yves Saint Laurent, Gore Vidal, Balthus, Robert Mapplethorpe, Brassai, Nicole Kidman, and Angelica Houston - illustrate the story of her life, in which the houses and apartments where she has lived stand as milestones. Her previously unpublished diary extracts and her new writing are lit up by gentle irony, disarming honesty, and a photographer's eye for telling detail.Intensely personal and engaging, this book charts the journey through life of a remarkable 20th century woman.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.04.2004

Daniel Kothenschulte musste beim Durchblättern von June Newtons Buch an Cecil Beaton, den "Doyen des Fotografen-Jet-Set" denken, und zwar nicht nur, weil darin ein australischer Kater gleichen Namens abgebildet ist. Wie Beaton, so der Rezensent, "zelebriert Mrs. Newton vor allem die Lebensqualität des Daseins mit dem Auslöser", und viel mehr lässt sich gar nicht sagen, um den "schönen Band" zu preisen, diese "charmante Mischung aus privatem Fotoalbum und Portfolio, aus Aphorismensammlung und wohlinszeniertem Namedropping". Außer vielleicht: Eine Ode an die Schaulust.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 23.03.2004

June Newton, Ehefrau des kürzlich verstorbenen Fotografen Helmut Newton, habe eine "merkwürdig zerstreute Sicht der Dinge", stellt Brigitte Werneburg einigermaßen belustigt fest. Die Dinge, von denen man vermute, dass Mrs. Newton sie ausplaudere, fänden keinerlei Berücksichtigung in ihrer Lebensgeschichte, so Werneburg, wohingegen allerlei Nebensächliches ausführlichst behandelt würde. Die zerstreute, unkonzentrierte und auch oberflächliche Haltung passt aber zu "Mrs. Newton", findet Werneburg nach reiflicher Überlegung. Schließlich habe sie als Fotografin, die ihre Schauspielkarriere zugunsten ihres Mannes aufgab und später für ihren Mann bei einem Shooting einsprang und fortan selbst als Fotografin unter dem Namen Alice Springs arbeitete, auch nie Professionalität entwickeln müssen. June Newton könne es sich schlicht leisten, so Werneburgs These, mehr über Facelifting oder Wohnungskäufe zu plaudern als über ihre Arbeit. Dabei herausgekommen ist laut Werneburg ein "hinreichend amüsantes Buch", das ihr als "Mrs. Newton", nicht als Alice Springs einen Platz in der Geschichte sichere.
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