Aus dem Litauischen von Klaus Berthel. In der vorliegenden Anthologie werden zehn zeitgenössische litauische Schriftsteller in kurzen Essays und mit Textauszügen vorgestellt. Bei der Auswahl stand im Vordergrund, einen Ausschnitt aus einer hierzulande nahezu unbekannten, eigentümlichen und vielgestaltigen Literaturszene zu zeigen. Das Spektrum reicht von der Dorfprosa Aputis? und der sozial engagierten Prosa Juknaites über die provozierenden und grotesken Texte von Gavelis und Kuncius bis zu Ivaskevicius und Serelyte, Vertretern der jungen Generation, die wiederum ganz eigene und neue Wege gehen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 02.10.2002
Olga Martynova, die anlässlich der Frankfurter Buchmesse gleich eine ganze Reihe von litauischen Bücher bespricht, zeigt sich sehr erfreut von dieser Prosasammlung. "Bedeutende Namen" der litauischen Literatur sieht sie darin vorgestellt. Neben Jurga Ivanauskaite, die mit ihrem Roman "Die Regenhexe" in Litauen für Furore sorgte, empfiehlt sie insbesondere Herkus Kuncius, einen "Provokateur", der seiner Kollegin Ivanauskaite in Sachen Skandalträchtigkeit kaum nachsteht. Auch Renata Serelyte, die von litauischen Kritikern für ihre klare, kunstvolle und metaphorische Sprache viel gelobt werde, und Marius Ivaskevikus haben es der Rezensentin angetan. Letzterer zeichnet sich ihrer Ansicht nach vor allem durch die "eigenartig lyrische und dichte Atmosphäre" aus, die er in seiner Prosa entwickelt. Den Band "Von diesen Träumen ganz verschiedene" wie auch die anderen der bisher in der Reihe Literatur aus Litauen im Athena Verlag erschienen Bücher legt Martynova allen jenen wärmstens ans Herz, "die sich mit der gegenwärtigen Kultur Litauens bekannt machen wollen".
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