Aus dem Litauischen von Klaus Berthel. Ein Filmexpose soll der Erzähler dieses Romans schreiben, als unweit der Straße am Stadtrand von Vilnius das verrostete Wrack einer mobilen Röntgenstation gefunden wird. Statt aber spekulativ die Vorgeschichte einer mutmaßlichen Havarie zu entwickeln, erinnert er sich an seine eigene Lebensgeschichte, die zugleich auch Krankheitsgeschichte ist - zumeist die von Simulationen, mit denen seine Einberufung in die Sowjetarmee verhindert werden soll.
In seinem Roman "Mobile Röntgenstationen", 1998 im Original erschienen, blickt Jurgis Kuncinas auf das Jahr 1968 zurück, erzählt Katharina Granznin. Sein Protagonist, ein Student, setzt alles daran, mit einer vorgetäuschten Krankheit der Armee, die im Begriff ist, die "Bruderstadt Prag" zu "befreien", zu entkommen. Die Geschichte dieses Studenten, der sich in "anarchischer Unbekümmertheit" in allerlei Liebeleien stürze, der Universität verwiesen werde und am Ende doch zum Militär müsse, erzähle der Autor, schmunzelt die Rezensentin, "ironisch-realistisch" und erinnert Granzin in den Grundzügen an Kunderas "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins".
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