Aus dem Litauischen von Markus Roduner. Mit einem Nachwort von Martin Pollack. Der Erzähler, Trinker und Fledermaus, Anstaltsbewohner und Herumtreiber, herumgeschubst vom Leben und seiner Zeit, ist auf der Suche nach einer vergangenen Liebe, die vielleicht nur eine Idee ist, ein Traum, eine Hoffnung, die Sehnsucht selbst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.03.2017
Rezensent Reinhard Veser kann aus Jurgis Kuncinas Roman viel über das Verenden der Sowjetunion erfahren. Allerdings beschränkt sich die Stärke des Textes nicht auf Milieuschilderungen der späten Sowjetzeit in Litauen, historische Anspielungen und detailgenaue Wirklichkeitsabbildungen, meint Veser. Vielmehr dienen letztere als haltgebender Rahmen für eine wilde Liebe und eine Suche, in der die Fantasie allzu sehr die Führung übernimmt, erklärt er. Der immer wieder unvermittelt einsetzende Plauderton des Erzählers, der seiner verlorenen Geliebten "hinterherschreibt", kann Veser nicht über den Wahn der Lebensbeichte eines Gescheiterten hinwegtäuschen.
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