Mit Beiträgen von Wilhelm Heitmeyer, Brigitte Bargetz, Michael Zürn, Kai Biermann, Oliver Decker, Paula Diehl, Klaus Dörre, Nina Elena Eggers u.a.. Zählen Krisen zu den besonderen Treibern autoritärer Entwicklungen und rechtsextremer Aktivitäten im jungen 21. Jahrhundert? Um diese Frage zu beantworten, bietet dieser Sammelband breit angelegte theoretische und empirische Analysen. Die Beiträge knüpfen an längerfristige ökonomische, politische und gesellschaftliche Entwicklungen an, rücken aber auch die Covid-19-Krise in den Mittelpunkt. Es geht in ihnen um die Gefährdungen der offenen Gesellschaft und der liberalen Demokratie, der zentrale Blick richtet sich auf rechtsautoritäre und rechtsextremistische Bewegungen und Parteien.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2022
Rezensent Rudolf Walther hält den von Günter Frankenberg und Wilhelm Heitmeyer herausgegebenen Band für aktuell und gelungen, da gründlich. Was die beiden Herausgeber im Nachgang einer Tagung an Beiträgen über das Phänomen autoritär-autokratischer Entwicklungen versammeln konnten, überzeugt Walther hinsichtlich der Qualität und des Themenspektrums. Systematisch und kenntnisreich wird das komplexe Thema eingekreist, so Walther. Michael Zürn etwa präsentiert eine Typologie autoritärer Herrschaftsformen im 21. Jahrhundert, meint er, und Bernd Stegemann zeigt Parallelen zwischen rechter und linker Identitätspolitik auf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.09.2022
Rezensent Alexander Gallus forscht angeregt weiter im Bereich Autoritarismus nach der Lektüre des Sammelbandes von Günter Frankenberg und Wilhelm Heitmeyer. Auch wenn unter den oft "analysestarken" Beiträgen laut Rezensent auch solche sind, die im sozialwissenschaftlichen Jargon verfasst sind und eher wenig Erkenntnis bieten, liest Gallus den Band mit Interesse. Aktuell und meinungsfreudig ist da so manches, meint er. Beispiele sind für ihn der Beitrag von Bernd Stegmann über linke Identitätspolitik sowie Dieter Ruchts Text über autoritären Populismus.
Rezensent Peter Laudenbach empfiehlt wärmstens den von Günter Frankenberg und Wilhelm Heitmeyer herausgegebenen Band mit interdisziplinären Beiträgen zur Frage, was das Autoritäre heute antreibt. Als Grundlage für Debatten um rechtsautoritäre Bewegungen eignet sich das Buch laut Laudenbach wegen mehrdimensionalen Anlage. Dass ein Industiesoziologe und ein Theaterdramaturg in ein und demselben Band über die ökologische Krise und linke Identitätspolitik nachdenken, findet Laudenbach bemerkenswert. Die Frage, ob es eine Modernisierung des Autoritären gibt, verbindet bei aller Themenbreite sämtliche Beiträge, erkennt er.
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