Eine Reise durch den südamerikanischen Kontinent brachte den Medizinstudenten Ernesto Guevara de la Serna auf den Weg zum Revolutionär Che Guevara. Karin Ceballos Betancur ist den Stationen dieses Abenteuers gefolgt und stellt in einer Spurensuche Ches Eindrücken die heutigen sozialen Verhältnisse gegenüber. Viele, die ihn damals gesehen haben, können sich heute nicht an ihn erinnern, und die meisten, die sein Andenken bewahren, sind ihm nie begegnet: Ernesto Guevara de la Serna war 23 Jahre alt, als er mit seinem Freund Alberto Granado 1951 zu einer abenteuerlichen und mittlerweile legendären Reise quer durch den südamerikanischen Kontinent aufbrach. Fünfzig Jahre später begibt sich Karin Ceballos Betancur auf eine Spurensuche entlang der Reiseroute und stellt Guevaras Notizen ihre heutigen Eindrücke gegenüber.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.07.2003
Fritz Rudolf Fries ist glücklich, dass es das lateinamerikanische Reisebuch der Frankfurter Journalistin Karin Ceballos Betancur gibt, weil es eine aus dem Blick geratene Region ins Gedächtnis zurückrufe. Er ist fasziniert von den Reisebildern, die "Exaktheit im Detail mit Anteilnahme, Verzweiflung und Kritik mischen". Der Rezensent erzählt, die Autorin sei auf ihrer Reise vom argentinischen Cordoba bis ins kubanische Havanna dem Reisetagebuch Che Guevaras von 1951 gefolgt. Dabei sei sie gut ausgestattet gewesen mit Adressen von Lehrerinnen, Vermieterinnen, alten Freunden und Feinden de Che. So gelinge es ihr, "den Menschen in der Legende zu erkennen", lobt der Rezensent. Nur die Ausführungen zum Thema Chavez hätte er sich ausführlicher gewünscht.
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