In seiner Blockhütte im tiefsten Patagonien lebt Eduard Böhm, 77, in ruhiger Beschaulichkeit. Aber in den Urwäldern, am nahen Vulkan und selbst in der bislang friedlichen, multikulturellen Gemeinde des Städtchens Quequemtréu zeichnet sich undeutlich etwas Bedrohliches ab. Auch die Mapuche-Schamanin kündigt eine große Gefahr an. Und gerade jetzt erhält er Besuch: Aus Pasadena kommt die attraktive, gut dreißig Jahre jüngere Seismologin Clara, aus Hamburg der Publizist und Jugendfreund Carl Gustav. Da bricht plötzlich ein Chaos aus - Naturgewalt, Liebeslust, Fremdenhass - und jeder sucht seinen intimen Fluchtweg.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.11.2016
Carlos Widmann lernt aus German Kratochwils Roman über einen patagonischen Einsiedler, dass der globale Terrorismus wahrlich keine Grenzen kennt. Wie der Austro-Argentinier Krachtowil seinen vor vier Jahren erschienenen Roman "Scherbengericht" über Zivilisationsbrüchige aus Europa hier fortsetzt, indem er Personal und Perspektive erweitert und seinem Helden eine schöne Seismologin aus Pasadena und einen deutschen Talkshow-Plauderer an die Seite stellt und den Nahostkonflikt bis in das Waldhüttenidyll trägt, findet Widmann faszinierend und durchaus wirklichkeitsnah.
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