Was mag das sein, dieses Buch? Vielleicht ein Handorakel? Federleichte Aphorismen zur Lebensweisheit in diesen ebenso todernsten wie vollkommen albernen Zeiten? Jedenfalls das Richtige - zart, elegant, allerdings deutlich hörbar - für ein, zwei Minuten, inmitten des endlosen Gebrabbels dieser Zeiten, und mit einem schönen Nachhall.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 23.12.2019
Rezensentin Elke Schlinsog bekommt mit Katharina Hackers Kurz- und Kürzestessays mehr als Minutenglück. Wie die Autorin, darin dem großen Hans Magnus Enzensberger folgend, wie Schlinsog findet, sprachlich genau und neugierig übers Älterwerden, verpasste Gelegenheiten, Freundschaft oder das Wesen der Tiere nachdenkt, birgt für die Rezensentin Wahrheiten und regt zum Selberdenken an. Originell und chamant, findet sie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.2019
Ursula Scheer gewinnt mit Katharina Hackers Kurzessays und Aphorismen, die die Autorin mit Montaigne und Thomas von Aquin im Kopf notiert, eine neue, befreite Sicht auf Mensch und Ding. Ob Hacker Hunde, Kinder, Freundschaft, den Tod behandelt, stets geht es laut Scheer prosaisch, nicht abgehoben zu, doch nicht weniger fein und sanft. Mal heiter, mal besinnlich, so Scheer, umreißt die Autorin den Freiraum, wo Leben und Geist sich entfalten.
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