2., korrigierte Auflage. Arpa Kadabra erzählt die Geschichte des Internet, die Geschichte einer der faszinierendsten technischen Entwicklungen unserer Zeit. Aber auch die Geschichte einer kleinen Gruppe junger Wissenschaftler und Ingenieure, die vor 25 Jahren im Auftrag der Arpa - einer Abteilung des US-Verteidigungsministeriums - ein Computernetz bauen sollten, um die Supercomputer einiger amerikanischer Eliteuniversitäten miteinander zu verbinden.
Wer hat schon vor Augen, wie vor noch gar nicht so vielen Jahren das Internet in klobigen Riesencomputern seine Anfänge nahm? Auf eine Reise in die Frühgeschichte des technisch ausgefeilten Mediums (zunächst als militärisches Versuchsprojekt) nimmt uns das neuaufgelegte Buch von Katie Hafner und Matthew Lyon mit, das von Sebastian Handke in Verbindung mit dem ganz druckfrischen Werk "Die Wiege des Web" besprochen wird. Wie der Rezensent beschreibt, knüpft Letzteres zeitlich dort an, wo "Arpa Kadabra" endet: bei der langerträumten Ausbreitung zum World Wide Web (Mitautor Cailliau ist einer der Begründer!). Sebastian Handke ist überzeugt von der in beiden Büchern gebotenen Ausführlichkeit. Seiner Auskunft nach wird zwar "analytischer Tiefgang" ausgespart und auch ein wenig der "Heiligenverehrung" gefrönt, aber das sei nebensächlich. Dafür könne der technische Laie durch die Mischung aus angelsächsischer "Kurzweil und Fachwissen" die Darstellungen bestens nachvollziehen und über eingestreute "Details hinweglesen", räumt der Rezensent ein und legt damit dem Interessierten beide Darstellungen gleichermaßen ans Herz.
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