Der Krieg ist nach Europa zurückgekehrt. Mit der Ukrainekrise hat 25 Jahre nach dem Fall der Mauer ein neuer Ost-West-Konflikt begonnen, womöglich ein neuer Kalter Krieg. Katja Gloger begibt sich auf eine Expedition in das neue Russland, ein stolzes, gekränktes und zorniges Land. Sie hat den Aufstieg Wladmir Putins erlebt, als erste Journalistin aus dem Westen konnte sie ihn über Monate begleiten. Sie erklärt das 'System Putin', das komplizierte Machtgeflecht im Kreml, die Interessen der Oligarchen. Sie analysiert die imperiale Ideologie des 'russischen Weges' und die strategischen Fehler des Westens. Sie beschreibt die verführerische Macht der Propaganda, das gefährliche Leben der Kreml-Kritiker und den mühsamen Alltag der Menschen, ihre Sicht auf Europa und den Westen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.11.2015
Von allen neueren Büchern über Wladimir Putin und sein schönes neues Russland kann Julian Hans vor allem Katja Glogers "Putins Welt" empfehlen. Die bestens vernetzte Hamburger Power-Journalistin, und einstige Moskau-Korrespondentin des "Sterns" zeichnet sehr eindrücklich nach, wie Putin und seine Petersburger Entourage den Aufstieg schafften. Sehr gut findet er auch den "ideologischen Urschlamm" aus Chauvinismus, sentimentalem Volkstum und Orthodoxie beschrieben, aus dem diese "Konterrevolution gegen die Moderne" ihren Treibstoff zieht. Richtig findet er auch, dass Gloger auf Fehler und falsche Einschätzungen hinweist, die dem Westen gegenüber Russland unterlaufen sind. Dass sie strategische Geduld setzt, findet er richtig. Nur das Ukraine-Kapitel fällt in seinen Augen etwas vage aus. Hier hätte er sich gewünscht, dass sie deutlicher beschreibt, wie ungesteuert die Ereignisse sich entwickeltem, zum teil auch eskalierten, um den vielen Unterstellungen etwas entgegenzusetzen.
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