Grenzüberschreitende Angriffe von international operierenden Terroristen stellen eine signifikante Sicherheitsbedrohung dar und haben des Öfteren militärische Interventionen des attackierten Staates ausgelöst. Allerdings kann nicht jeder Angriff von privaten Akteuren einem Staat zugerechnet werden. Das Recht des angegriffenen Staates auf Selbstverteidigung kollidiert insofern mit der territorialen Integrität des Aufenthaltsstaates. Daher diskutiert diese Arbeit, wie die widerstreitenden Interessen aufgelöst werden können und in welchem Rahmen militärische Maßnahmen auf dem Gebiet des Aufenthaltsstaates gerechtfertigt sein können. Die Autorin zeigt dabei auf, wie in der Völkerrechtslehre und der Staatenpraxis Souveränität im Rahmen der Terrorismusbekämpfung mittlerweile als Verantwortung und Rechtspflicht begriffen wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2016
Terroristen operieren oft grenzüberschreitend. Ist das Völkerrecht auf solche transnational operierenden feindlichen Kräfte vorbereitet, oder muss es ergänzt werden? Über diese Frage denkt Katja Weigelt nach, informiert uns der sich hauptsächlich aufs Referieren beschränkende Rezensent Christian Hillgruber. Nach Ansicht der Autorin gestattet es das Selbstverteidigungsrecht in Artikel 51 der UN-Charta, zur Terrorismusbekämpfung die Souveränität eines anderen Staates zu verletzen, wenn dieser Staat unfähig oder unwillig ist, die Terroristen auf seinem Staatsgebiet selbst zu bekämpfen. Eine richtige Erkenntnis, aber nicht ganz neu, lässt uns der Rezensent wissen.
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