Herausgegeben von Jochem Ennigfeld und John Stewart. Die Beiträge dieses Sammelbands behandeln die spannungsreichen Bezüge zwischen Kierkegaards Existenzdenken und Schellings Philosophie des Absoluten. Die Autoren werfen nicht nur ein neues Licht auf das Verhältnis Kierkegaards zur (Spät-) Philosophie Schellings und zum Idealismus überhaupt. Vielmehr eröffnen sie systematische Perspektiven, die - für die Philosophie, die Theologie und die Geisteswissenschaften insgesamt - gerade auch für gegenwärtige Problemstellungen von großer Bedeutung sind.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.09.2004
Recht angetan zeigt sich Hans Jörg Sandkühler in seiner knappen Besprechung dieses von Jochem Ennigfeld und Jon Stewart herausgegebenen Sammelbands, der Kierkegaard und Schelling als Zeitgenossen vorstellt. Kierkegaard habe Schelling 1841/42 neben vielen anderen, die berühmt wurden, in Berlin gehört. "Höchst informativ" findet Sandkühler dann auch die historische Einleitung des Bandes, die den Leser mit Kierkegards Schelling bekannt macht. Den dänischen Philosophen interessierten am Berliner Lehrer vor allem die Kosten der Freiheit: die Freiheit zum Bösen imprägniere die Existenz mit "objektiver Angst", referiert Sandkühler. "Schelling ist nicht Kierkegaard", resümiert der Rezensent, "aber als Zeitgenosse auch von Marx und Bakunin ist er der Theoretiker einer Moderne, die den Hoffnungen von Aufklärung und Idealismus nicht entspricht."
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