Aus dem Koreanischen von Andreas Schirmer. Wann kommt Mama? Ein Kind trotzt Wind und Wetter, die Nase rot vor Kälte. Die Straßenbahnen kommen und gehen, das Kind rührt sich nicht vom Fleck und wartet und wartet. Und siehe da - die Mama kommt! Der koreanische Illustrator Kim Dong-Seong hat eine Geschichte eines in Korea sehr beliebten Schriftstellers, Lee Tae-Jun, illustriert. In asiatischer Bildtradition und doch mit eigener Handschrift hat der zeitgenössische Illustrator klare und ausdruckstarke Bilder voller Poesie geschaffen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.09.2007
Ganz hingerissen ist Andreas Platthaus von diesem koreanischen Bilderbuch von Lee Tae-Jun und Kim Dong-Seong. Die ursprünglich 1938 in einer koreanischen Zeitung erschienene Geschichte um ein auf seine Mutter wartendes Kind wurde nach Angaben des Rezensenten 2004 von Kim Dong-Seong illustriert, und zwar mit "zauberleichten Zeichnungen". Er verweist auf den nicht unmittelbar verständlichen Hintersinn der Geschichte, die eine "subtil verpackte politische Botschaft" enthält, welche für den kundigen koreanischen Leser auf der Hand liegt. Den historisch-politischen Kontext brauche man aber nicht zu kennen, um die Geschichte zu mögen. Allerdings sollte man nach Platthaus wissen, dass Schnee in Korea Schutz und Schönheit bedeutet, ansonsten mute einen der Schluss der Geschichte todtraurig an, während er doch glücklich gemeint sei.
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