Klaus F. Zimmermann (Hg.)

Neue Entwicklungen in der Wirtschaftswissenschaft

Cover: Neue Entwicklungen in der Wirtschaftswissenschaft
Physica Verlag, Heidelberg 2002
ISBN 9783790814378
Kartoniert, 551 Seiten, 79,95 EUR

Klappentext

Das Buch befasst sich mit neueren Entwicklungen in den Wirtschaftswissenschaften und gibt einen Überblick über die in den letzten Jahren erzielten Forschungsergebnisse und neue zentrale Forschungsthemen. Folgende Themenbereiche werden behandelt: Geldtheorie, Geldpolitik und Finanzmärkte; Finanzwissenschaft; Arbeitsökonomie; Institutionen und Transformation; Wettbewerb und Regulierung; Netzwerkökonomie; Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung; Personelle Einkommensverteilung; Spieltheorie und experimentelle Ökonomie. Im Mittelpunkt der Analysen steht die Bewertung der Relevanz der erzielten Ergebnisse für die wirtschaftspolitische Beratung. Das Buch richtet sich nicht nur an Spezialisten der einzelnen Fachgebiete, sondern wendet sich durch seine allgemeinverständliche Darstellung auch an einen breiteren Leserkreis aus Politik und Wirtschaft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.06.2002

Dieser Sammelband zum gegenwärtigen Stand der Wirtschaftswissenschaften wurde von der Politik, genauer gesagt, vom Bundesfinanzministerium, beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Auftrag gegeben. Politiker jedoch, die das Buch mit der Hoffnung auf unmittelbare ökonomische Handlungsanleitungen lesen, werden, daran lässt der Rezensent Hanno Beck keinen Zweifel, enttäuscht sein. Freilich spreche keineswegs gegen das Buch, ganz im Gegenteil. Die Zusammenhänge sind zu komplex, als dass die Wissenschaft mehr leisten könnte als "Aufklärung als Voraussetzung zur Meinungsbildung" (Beck) - und diese Aufklärung bietet der Band offenbar in erfreulich großem Maße, und er tut das "vorbildlich, anschaulich und exemplarisch". Insbesondere das Kapitel zur Spieltheorie kann der Rezensent gar nicht genug loben.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.01.2002

Nach dem Verhältnis von Wirtschaftspolitik und Wirtschaftswissenschaft fragt der Rezensent Otto Singer und konstatiert erst einmal eine grundsätzliche Fremdheit zwischen beiden, die Politik vertraut gerne auf "hausinternen Sachverstand", während die Wissenschaft die Politiker gerne für "beratungsresistent" hält. Die vorliegende Studie, vom Finanzministerium in Auftrag gegeben, untersucht die aktuelle Wirtschaftsforschung. Sie verschafft, so Singer, "eine detaillierte Übersicht der aktuellen Trends", macht auf Defizite aufmerksam, etwa die unzureichend beschrieben "Aufgabenteilung" zwischen Theorie, Empirie, Expertenstrukturen in der Politik und außerhalb der Universität. Die Studie selbst kann den Rezensenten jedoch auch nicht ganz zufrieden stellen, die "Vorschläge zur Verbesserung" findet er alles andere als innovativ.

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