Frauenquote, Gendertrainings, Führungs-Coaching für Frauen, Anti-Aggressionstraining für Jungen - es gibt viele Versuche, Frauen den Aufstieg in Unternehmen und Jungen eine erfolgreichere Schulkarriere zu ermöglichen. Von der Umerziehung der Geschlechter erhofft man sich mehr geschlechtsneutrale Gleichstellung. Doch das ist definitiv der falsche Weg. Den unterschiedlichen Antrieben der Geschlechter wird man damit nicht gerecht - so Gisela Erler, seit den achtziger Jahren provozierende Vordenkerin der Geschlechterdebatte und Gründerin eines großen Frauenunternehmens. Grundlegende Veränderungen in der Pädagogik wie in der Unternehmenskultur sind erforderlich. Denn Männer sind anders als Frauen und Frauen anders als Männer. Nicht das, was ihnen fehlt, sondern das, was sie an Verschiedenheit mitbringen, ermöglicht es, beider Potenzial zu entfalten und Gleichberechtigung herzustellen!
Wohlwollend hat Heide Oestreich dieses Buch übert einen "artgerechten Umgang mit den Geschlechtern" von Gisela Erler aufgenommen. Zwar betrachtet sie deren biologistische Grundannahmen, nach denen Verhaltensunterschiede der Geschlechter biologisch bedingt sind, mit Skepsis. Sie hebt hervor, dass Erler nur solche Studien anführt, die diese Haltung untermauern. Aber trotzdem schätzt sie dieses Buch, vor allem weil die Autorin in ihren Augen Vorschläge macht, die ihr unabhängig vom biologistischen Unterbau gut und richtig erscheinen. So macht Erler für sie deutlich, dass es gar nicht notwendig und sinnvoll ist, männliche und weibliche Eigenheiten zu problematisieren. Zudem kann sie sich der Forderung anschließen, auch nicht dominant agierenden Frauen (und Männer) solle ein gebührende Platz in Unternehmen und in gesellschaftlichen Machtpositionen einräumt werden.
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