Herausgegeben von Siegfried Mielke und Werner Reutter. Das Werk informiert über die historische Entwicklung und verfassungsrechtlichen Voraussetzungen der sechzehn Landesparlamente. Er stellt die jeweiligen Parteienlandschaften, das Wahlrecht und die Wahlergebnisse vor, analysiert die politische und soziale Zusammensetzung sowie die Struktur und Organisation der Landesparlamente. Abschließend untersucht der Band den Funktionswandel dieser Institutionen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2005
Geteilter Meinung ist Rezensent Rüdiger Soldt über den von Siegfried Mielke und Werner Reutter herausgegebenen Sammelband "Länderparlamentarismus in Deutschland". So findet er den Band als ein Nachschlagewerk, das über die sechzehn deutschen Landesparlamente sowie über Entstehung und Entwicklung der sechzehn Bundesländer informiert, "sehr brauchbar". Als Beitrag zur aktuellen Diskussion über die Föderalismusreform allerdings scheint ihm das Buch weniger gelungen. Der These von der Einflusslosigkeit der Länderparlamente begegnet er mit Skepsis, zumal eine systematische Analyse, wie die Länder wieder Macht und Einfluss zurückgewinnen könnten, fehlt. Auch hätte er sich eine Analyse der Ausweitung der direkten Demokratie in allen Ländern durch Verfassungsreformen gewünscht und des sich wandelnden Verhältnisses der Bürger zur Landespolitik. Zudem scheint ihm der Band zum Beispiel bei der Erörterung neuerer verfassungsrechtlicher Probleme nicht immer auf der Höhe der Zeit.
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